Joachim R. Höflich

Das Handy als "persönliches Medium" - Zur Aneignung des Short Message Service (SMS) durch Jugendliche

Mit dem Eindringen des mobilen Telefons in den Alltag hat sich, gegen alle Erwartungen, auch eine Form der Nutzung etabliert, die sich nicht mehr allein als Telefonieren ausweisen lässt, selbst wenn sie an telefonischen Nutzungsmodi anknüpft: Das Versenden von kurzen Textbotschaften via Handy über den sogenannten Short Message Service (SMS). Vor diesem Hintergrund wird das Handy als ein ‚persönliches Medium’ ausgemacht und insbesondere das Versenden von SMS-Botschaften als eine Form der ‚brieflichen Kommunikation’ verortet. Allerdings zeigt sich in dem zwischen Brief und Telefonat, zwischen Schriftlichkeit und Mündlichkeit angesiedelten Charakter solcher Botschaften auch die Differenz zum ‚klassischen’ Brief. Einblicke in erste Ergebnisse einer Reihe von Gruppendiskussionen machen dies schon deutlich. Dabei wird schlussendlich angeregt, die Nutzung von Medien der interpersonalen Kommunikation (wie im übrigen von Medien überhaupt) im Gesamtzusammenhang der kommunikativen Alltagsaktivitäten und insbesondere einer umfassenden ‚Mediatisierung’ des Alltags zu untersuchen.

ganzer Beitrag als pdf

zurück zum Inhalt