Jugend im Netz? Effekte mobiler Kommunikation im Alltag Jugendlicher. Eine qualitative Studie im Ballungsraum Wien

von Gerit Götzenbrucker (Wien)


Zusammenfassung

Die Nutzung mobiler Kommunikationstechnologien im Alltag Jugendlicher führt zu vielfältigen Formen sozialer Vernetzung, die jedoch nicht ausschließlich positiv bewertet werden. Qualitativ-quantitative Interviews und Gruppendiskussionen mit Jugendlichen verstärken den Eindruck, dass Mobilkommunikation –  fernab von statusgebundenen Effekten und Prestige – zunehmend im Spannungsfeld von ‚Freiheit’ und ‚Einschränkung’ erlebt wird. Hier zeigen sich vorwiegend Probleme bezüglich der Abgrenzung höchstpersönlicher Lebensbereiche sowie hinsichtlich der Praktiken der Partizipation in Netzwerken. Bemerkenswert hingegen sind die Enthemmungspotenziale und Entlastungseffekte in Beziehungsangelegenheiten: Technologieaffine Formen der Beziehungsanbahnung sind im Zusammenhang mit flexibilisierter Freizeitplanung der Jugendlichen keine Seltenheit.


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