Warum sie selber senden: Eine Typologie von Sendemodi im Podcasting

Dennis Mocigemba (Bremen)

Zusammenfassung

Podcasting gilt nach Weblogging als die vorläufige Kulmination der so genannten Gras­wurzelkommunikation. Menschen ohne professionelle Erfahrung in der Medienbranche wer­den zu Sendern. Was sind ihre Beweggründe und Ambitionen, was ihre ästhetischen An­sprüche? Warum verwenden sie beachtliche zeitliche und finanzielle Ressourcen auf die Pro­duktion von Audio- oder Videomaterial für Fremde? Warum gehen sie die informelle Ver­pflichtung ein, einer in Größe und Zusammensetzung unbekannten, manchmal feindseligen Öffentlichkeit regelmäßig Sendungen anzubieten? Diese Fragen untersucht die vorliegende qualitativ-explorative Studie unter deutschsprachigen, privat produzierenden Podcastern. Es wird eine Typologie von sechs Sendemodi vorgestellt, deren Typen (Explorer/No-Necesito, Personality Prototyper, Journalist/ThemenCaster, Rebell, Social Capitalist und Social Gambler) detailliert beschrieben sowie um Zitate aus Interviews und kurze theoreti­sche Exkurse ergänzt werden. Als hermeneutisches Instrument dient diese Typologie dazu, das soziale Phänomen Podcasting aus der Perspektive der Sender besser zu verstehen.




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