Andrea Baukrowitz, Andreas Boes, Rudi Schmiede

Die Entwicklung der Arbeit aus der Perspektive ihrer Informatisierung

Im Mittelpunkt des Beitrags stehen die Erzeugung und Nutzung von Informationen und In-formationssystemen im Arbeitsprozess und die damit verbundenen Veränderungen der Arbeit. Die historische Entwicklung der Informatisierung der Arbeit wird -ausgehend von dem ersten Auftreten des Handelskapitals und der Buchführung im 13. und 14. Jahrhundert bis zur Durchsetzung eines global verfügbaren "Informationsraums", welcher als neuartiger sozialer Handlungsraum die aktuelle Entwicklung bestimmt - kurz skizziert.

Dieser "Informationsraum" bildet das "Rückgrat" moderner Unternehmenskonzepte. Er ist charakteristisch für die modernen, in globalisierten Märkten agierenden horizontalen oder Netzwerkunternehmen. In solchen netzwerkförmigen Organisationsstrukturen erbrachte Teil-arbeiten werden zu in sich konsistenten und zugleich veränderungsoffenen Leistungserstel-lungsprozessen zusammengefügt. Statt in starr vorprogrammierten Funktionsketten findet sich das Subjekt nun in offenen Verweisstrukturen, die durch reflexiven Umgang mit den Infor-mationsobjekten chrakterisiert sind. Hier ist das Funktionieren des Informationssystems von kommunikativ vermittelten Ausdeutungs- und Gestaltungsleistungen des Subjekts abhängig. Dieses ist in Zukunft nicht mehr ausschließlich an den Rand und in die Nischen geschlossener Informationssysteme gedrängt, sondern es muß sich in seinem Denken und Handeln in die Informationssysteme hineinbegeben, um den Anforderungen flexibler Produktionsprozesse gerecht zu werden. Damit entsteht eine neuartige Dichotomie von Chancen und Risiken.

der ganze Beitrag als pdf

zurück zum Inhalt