Ist das denn noch Arbeit? – Nahrungszubereitung in medialen Öffentlichkeiten

Ute Bender (Karlsruhe)

 

Zusammenfassung

Der Artikel vertritt die These, dass die Nahrungszubereitung durch ihre aktuelle extensive Veröffentlichung in Kochsendungen ihren Charakter als Arbeit zur Befriedigung von Bedürf­nissen in Privathaushalten und der Gastronomie verliert und andere Momente in den Vorder­grund treten, wie z.B. Unterhaltung, Wettbewerb, voyeuristisches Ereignis etc. Während der feministische wissenschaftliche Diskurs erreicht hat, dass Haushaltsarbeit in den Sozial­wissenschaften auf breiter Ebene als „Arbeit“ anerkannt wird und auch politische Diskussio­nen die wesentliche gesellschaftliche und volkswirtschaftliche Bedeutung von Haus- und Familienarbeit hervorheben, klaffen wissenschaftliche sowie politische Diskurse und Realität der Beköstigungsarbeit einerseits und öffentlich-mediale Konstruktionen andererseits erheb­lich auseinander. Ein überwiegend von Frauen geleisteter Arbeitsbereich wird auf diese Weise marginalisiert.

 


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